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Bericht zur Ortsbeirat-Sondersitzung zum Tiroler Park

Die Frankfurter Bildungs- und Schulbaudezernentin Sylvia Weber (SPD) hat bei einer Sondersitzung des Ortsbeirats 5 (zuständig für Sachsenhausen, Niederrad, Oberrad) die Pläne für das Interim des Gymnasiums Süd im Tiroler Park am Riedhofweg vorgestellt. Es ging dabei darum, die Ortsbeiratsmitglieder von den Plänen zu informieren, deren Fragen zu beantworten und sie dafür zu gewinnen, den Plänen zuzustimmen. Darüber abgestimmt wurde bei der Sondersitzung nicht. Von der Schulgemeinschaft waren Rektor Strauch und Vertreter von Schulelternbeirat (SEB) und Elterninitiative (EI) vor Ort.

Das Wichtigste aus Sicht von SEB und EI: Stadträtin Weber hat zugesichert, dass die Stadt als Schulträgerin und die Wohnungsbaugesellschaft ABG als Bauträgerin alles daran setzen wollen, dass der Endstandort des Gymnasiums Süd an der Seehof-/Gerbermühlstraße in der ersten Jahreshälfte 2027 fertig umgebaut sein wird, so dass dort ab Beginn des Schuljahrs 2027/28 alle Klassen dort unterrichtet werden können. Daraus folgt, dass das Interim im Tiroler Park nur von zwei Jahrgängen benutzt werden soll. Somit würde die Teilung unserer Schule zwei Jahre dauern.
Wir finden die Teilung natürlich schmerzhaft, aber wenn der Endstandort drei Jahre früher als nach bisheriger Planung fertig wird, wäre es das aus unserer Sicht wert. Das ist aber auch unsere Bedingung, da wir andernfalls um die Akzeptanz für unsere tolle Schule fürchten.
Frau Weber hat den Termin 2027 auch schon vorher zugesagt – ursprünglich hat sie ganz andere Termine für den Umzug an den Endstandort genannt. Das ist uns allen bewusst, aber genau deswegen werden wir sie immer wieder daran erinnern und gleichzeitig alles tun, wo möglich, um konstruktiv daran mitzuarbeiten, dass dieser Termin eingehalten wird und dass unsere Kinder in ein schönes, funktionierendes Gebäude umziehen werden.

Es ist verabredet, dass es endlich einen Runden Tisch zum Austausch über das Interim und den Endstandort geben wird, unter Beteiligung von Dezernatsvertretern sowie Fachleuten aus dem Schulamt und dem Amt für Bauen und Immobilien (ABI). Das haben wir lange gefordert. Frau Webers Dezernat hat uns das zugesagt. Wichtige Informationen werden wir im Anschluss mit den Eltern teilen.

Zum Tiroler Park: Stadträtin Weber sagte, der Ort sei als einziger übrig geblieben, nachdem die Ämter ein Interim in Schwanheim (zu weit weg, wäre nicht rechtzeitig fertig geworden), am Otto-Hahn-Platz (keine Container mehr erwünscht), unterhalb der Hochschule St. Georgen (Platz als Ausweichort für Gruneliusschule vorgesehen) und in den früheren Agenturgebäuden im Großen Hasenpfad (Ausweichort für Martin-Buber-Schule und KGS Niederrad) geprüft hätten.
Containeranlage im Tiroler Park: Geplant sind zwei dreistöckige Riegel, die sich gegenüberstehen und anstelle der derzeitigen ESB-Container der Riedhofschule erreichtet werden sollen. Darin sind Klassenräume für zwölf Klassen (zwei Jahrgänge), Fachräume (Musik, naturwissenschaftliche Fächer), eine Mensa, eine Küche, ein IT-Raum, eine Bibliothek und Räume für Verwaltung und Kollegium vorgesehen – sowie Räume für die Riedhofschüler, die wegen Umstellung auf Ganztag auch mehr Platz brauchen. Es soll jeweils eigene Eingänge für die Gymnasiasten und die Grundschüler geben. Die Leitung der Riedhofschule sei mit den Plänen einverstanden, sagte Weber.
Teile des Parks sollen weiter der Bevölkerung offen bleiben. Ob und wie das Schulgelände umzäunt wird, wird nach Darstellung der Stadträtin und eines Vertreters des ABI geprüft.
Die Container sollen nach Angaben des Leiters des ABI nicht von der Firma Adapteo gestellt werden, mit der man am Standort Wallschule schlechte Erfahrungen gemacht hat, sondern von der Firma KB, mit der man gute Erfahrungen gemacht habe und deren Container hochwertiger seien.
Im Tiroler Park gibt es einen Bolzplatz, den unsere Kinder nutzen können sollen – wohl auch für Teile des Sportunterrichts. Diesen Platz will die Stadt überdachen (Kaltlufthalle). Die Stadt überlegt auch, ob sie in der Nähe noch eine Leichtbauhalle aufbauen kann, bzw. sucht nach anderen Hallenkapazitäten, damit dort mehr Sport unterrichtet werden kann, als auf einem überdachten Bolzplatz möglich ist. Das ist auf jeden Fall eine unserer Forderungen.

Wegen des Schulwegs zeichnet sich ab, dass ab 2026 die Straßenbahn auf der Mörfelder Landstraße als Möglichkeit wegfällt. Die Deutsche Bahn hat eine große Baustelle für eine Brücke angemeldet, weswegen die Straße während der Ferien wohl ganz gesperrt werden soll. Die Straßenbahn soll zwei Jahre lang nicht fahren. Für die Kinder bliebe die S-Bahn (nächstgelegene Haltestelle Stresemannallee) oder das Fahrrad oder der Weg zu Fuß. Stadträtin Weber sicherte zu, das Gespräch mit Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert und dem Straßenverkehrsamt zu suchen, um einen möglichst einfachen und sicheren Schulweg festzulegen.

Noch was zum Endstandort: Die Verträge sollen bis zum Jahresende von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, unterschrieben und notariell beglaubigt sein. Stadträtin Weber gab zu verstehen, dass man auf einem guten Weg dorthin sei – aber das hat sie freilich schon öfter gesagt.
Es ist wohl so, dass der Zeitplan – Umbau fertig bis erste Jahreshälfte 2027 – nur klappt, wenn die Verträge bis Jahresende unter Dach und Fach sind. Allerdings erledige die ABG auf dem Gelände Seehof-/Gerbermühlstraße wohl schon vorbereitende Arbeiten, etwa dort, wo mal eine Tankstelle war und die Schulsporthalle gebaut werden soll. Überhaupt seien die Planungen im vollen Gange. Die ABG arbeite bereits an dem Projekt, das im Schulentwicklungsplan eines der am höchsten priorisierten sei. Die ABG warte also nicht ab, bis die Stadtverordneten den Vertrag mit der ABG beschlossen hätten, versicherte Weber.