Die Hoffnung lebt. Die Hoffnung, dass das Gymnasium Süd zum Schuljahr 2027/28 seinen Schulbetrieb am Endstandort an der Seehof- und Gerbermühlstraße aufnehmen kann. Die Hoffnung scheint begründet. Aber die Zeit drängt.
Bei einem weiteren Runden Tisch in dieser Woche versicherte uns Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) uns erneut, dass die Stadt alles daran setze, dass unsere Kinder sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer im Sommer 2027 an den Endstandort umziehen können und dort dann ein Unterricht in einem neuen Schulgebäude stattfinden kann. “Wenn wir so weiterkommen, wie wir derzeit unterwegs sind, dann ist ein Beginn dort zum Schuljahr 27/28 möglich”, sagte Weber.
Sie sagte aber auch: Die Verträge zwischen der Stadt und der städtischen ABG Holding, die das frühere Behördenzentrum in ein modernes Schulgebäude umbauen soll, sind noch nicht unterschrieben, noch nicht mal fertig formuliert. Der Abschluss der Verhandlungen stehe jedoch kurz bevor. Das allerdings haben wir schon öfter gehört. Weber versicherte uns, dass nun aber wirklich nur noch “eine redaktionelle Arbeit an den Verträgen” anstehe.
Hoffen auf eine schöne Bescherung
Das Unternehmen sei einfach sehr komplex, sagte Weber. Aber die Planung für die Gebäude sei abgeschlossen – und aus unserer Sicht ist sie sehr gut – und noch im Oktober solle die Kostenplanung vorliegen. Es werde bereits an der Vorlage für den Magistrat gearbeitet, und wenn alles gut laufe, könne die Stadtverordnetenversammlung noch kurz vor Weihnachten alles beschließen, sagte Weber. Das wäre eine schöne Bescherung!
Sobald die Kommunalpolitiker den Umbauplan und vor allem die vorgesehenen Ausgaben für das neue Gymnasium Süd abgesegnet haben, legt die ABG nach Darstellung des Stadtschulamts los: zunächst mit den Erdarbeiten am Platz der Vierfeld-Turnhalle, die nun auch eine Bühne und Bühnentechnik für Schulveranstaltungen beinhalten soll. Danach stehen die Arbeiten an den Fassaden der bestehenden Gebäude an, schließlich geht es an den Innenausbau und die Gestaltung des Schulhofs. Wenn alles fertig ist, soll sich die neue Schule “wie ein kompletter Neubau” anfühlen, sagte Stephan Singer vom Amt für Bauen und Immobilien (ABI).
Auch im Tiroler Park drängt die Zeit
Singer war es auch, der in Bezug auf die Vorbereitungen zum zweiten Interimsstandort für das Gymnasium Süd im Tiroler Park in Sachsenhausen sagte: “Es ist ein Wunder, dass wir im Zeitplan sind und es bis zum Sommer klappt. Aber es sieht wirklich so aus!”
Bekanntlich sollen ab dem Schuljahr 2025/26 zwei Jahrgänge des Gymnasiums Süd in eine neue Containeranlage im Park an der Riedhofschule einziehen, weil die Wallschule einfach nicht genug Platz bietet für unsere kräftig wachsende Schule. Die Container sollen ab November hergestellt werden, sofern bis dahin die dafür nötigen Mittel bewilligt sind. Laut Stadträtin Weber sollte das klappen.
Anfang des kommenden Jahres sollen dann die Fundamente für die zweiteilige Containeranlage, in die auch Teile der Riedhofschule einziehen, bereitet werden. Ab dem Frühjahr werden die Container dann aufgestellt, so sieht es der Plan vor. Ab dem Sommer kommt noch eine Kaltlufthalle auf dem derzeitigen Bolzplatz hinzu.
Teilung darf nur zwei Jahre dauern
Zwei Jahre lang soll unsere Schule geteilt sein. Bildungsdezernentin Weber versicherte uns erneut, dass die Stadt alles daran setzen werde, dass die Zeit der zwei Interims nicht länger dauern werde.
Nur unter der Bedingung, dass der Einzug in den Endstandort schon im Sommer 2027 erfolgt, haben wir uns auf die schmerzliche Teilung unserer Schule eingelassen – wir nehmen Dezernentin Weber und das Stadtschulamt beim Wort. Hier kann die Stadt zeigen, dass sie das Wohl unserer Kinder priorisiert. Sie haben es mehr als verdient.