Kurz vor Weihnachten sollte die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung den
Endstandort des Gymnasiums Süd auf den Weg bringen. Dann hätte bald der
Umbau des früheren Behördenzentrums an der Seehof- und Gerbermühlstraße
zu unserem erhofften großzügigen, modernen, zeitgemäß ausgestatteten
Schulgebäude. Dann könnten wir in ein paar Wochen sehen, worauf wir seit
Jahren warten: Bauarbeiter, die die vielversprechenden Pläne für das
Gymnasium Süd Stück für Stück umsetzen.
Leider werden die Stadtverordneten in dieser Woche nicht über den Kosten- und
Bauplan für unsere Schule abstimmen.
Vor ein paar Wochen hätte diese Erkenntnis noch eine Katastrophe bedeutet: Die
Verträge zwischen dem Grundstückseigentümer, der städtischen
Wohnbaugesellschaft ABG und der Stadt wären wegen zunächst
festgeschriebener und zum Jahresende ablaufender Fristen hinfällig geworden.
Immerhin konnte die Stadt nach eigenen Angaben erreichen, dass die Frist für
ein verbindliches Go der Kommunalpolitik verlängert wurde. Und dass auch ein
Magistratsbeschluss – also ein Beschluss der Dezernenten, der Stadtregierung,
der in eine Beschlussvorlage für die Stadtverordnetenversammlung mündet –
ausreicht, damit die ABG mit dem Umbau loslegen kann.
Doch leider liegt auch noch kein Magistratsbeschluss vor. Und damit gibt es für
uns in dieser Hinsicht keine schöne Bescherung.
Warum? Die Koalition im Römer einigte sich doch auf eine millionenschwere
Schulbauoffensive – mit dem Gymnasium Süd als einem der Projekte mit
absoluter Priorität. Dass die Schule viele Millionen kostet, liegt in der Natur der
Sache. Die Pläne für die Umwidmung des früheren Behördenzentrums sind seit
2022 bekannt. Worauf wartet der Magistrat?
Worauf wir jetzt warten: den nötigen Magistratsbeschluss allerspätestens im
Januar. Der Umbau muss aus unserer Sicht im ersten Quartal beginnen, damit
der Endstandort zum Beginn des Schuljahrs 2027/28 endlich bezugsfertig ist.
Unsere Kinder brauchen Raum für Bildung – jetzt!